Was / Wer kann helfen?
Es gibt verschiedene Kommunikationshilfen, die hörgeschädigten Menschen die Kommunikation erleichtern.
Absehtraining
Das Absehen vom Mund ist eine wichtige Hilfe für hörgeschädigte Personen. Allerdings sind in der Deutschen Sprache nur 13 Laute (Buchstaben) absehbar, die anderen müssen durch Kombination und Kontext ergänzt werden. Es ist also nur möglich höchstens 30% der Laute abzusehen. Zusätzlich ist das Erlernen des Absehens sehr schwierig, da jeder von uns ein etwas anderes Mundbild hat. Die hörbeeinträchtigte Person muss sich also auf jeden Gesprächspartner neu einstellen. Es kommt oft vor, dass das Absehen bei einigen Gesprächspartnern gut funktioniert und bei anderen nicht. Das Absehen erfordert ständiges Üben. Zum Absehtraining gehört auch, dass man lernt durch Kontext und Kombination die Lücken zu füllen.
Kommunikationstraining
Es gibt Kommunikationsseminare für Betroffene und für Verwandte, Bekannte, Interessierte. In den Seminaren für die Betroffenen selbst, werden die Betroffenen auf Regeln hingewiesen, die ihnen und auch ihren Gesprächspartnern die Kommunikation erleichtern.
In den Seminaren für die Verwandten, Freunde usw. werden Kommunikationsregeln für den Umgang mit hörbeeinträchtigten Personen erlernt und Kommunikationstaktiken eingeübt.
Deutsche Gebärdensprache DGS
Die deutsche Gebärdensprache ist in Deutschland als eigenständige Sprache anerkannt. Sie besitzt eine eigene Grammatik und Lexik, also einen eigenen Gebärdenwortschatz. Gebärdensprachen bestehen aus Gebärden, das sind Zeichen die mit Händen und Armen ausgeführt werden, Mimik, Körperbewegungen und Körperhaltungen. Es gibt zur Darstellung der einzelnen Buchstaben ein so genanntes Fingeralphabet.
Lautsprachbegleitende Gebärden LBG
Bei dieser Kommunikationsart begleiten Gebärden aus der DGS die deutsche Lautsprache. Diese Form des Gebärdens wird vor allem in Schulen für hörgeschädigte Kinder als Unterstützung zu der Lautsprache genutzt.